Vientiane

Vientiane

29. August 2019 0 Von Alex

Die Reise nach Vientiane war lang. Um 11 Uhr starteten wir auf Don Det mit dem Boot Richtung Festland. Dort hieß es zunächst warten, bevor uns um 12 Uhr ein Bus nach Paksé bringen sollte. Nach 5 Minuten im Bus fuhren wir aber erst einmal in eine Werkstatt und verbrachten dort 45 Minuten ohne zu wissen warum eigentlich. In Paksé angekommen mussten wir erst einmal den Anschlussbus suchen, der angeblich um 16 Uhr fahren sollte. Mittlerweile war es 15.15 Uhr. Nach einigem suchen fanden wir unser Busunternehmen, das uns zum Busbahnhof schickte. Dort konnten wir unseren Voucher in ein Ticket tauschen. Der Bus sollte aber erst um 20.30 Uhr losfahren. Genug Zeit also für ein Mittagessen.

Unser Gepäck ließen wir im Bus zurück (hätten wir in Südamerika sicher nicht gemacht) und gingen was essen. Da Paksé auch nicht wirklich etwas sehenswertes bietet, gingen wir noch in ein Café und überbrückten dort die Zeit. Kurz vor der Abfahrt gönnten wir uns ein Bier und liefen anschließend zum Bus. Das erste Mal hatten wir einen Nachtbus mit „Betten“. Überall gab es kleine Kojen für zwei Leute. Aber nicht für uns. Wir hatten den Platz oben ganz hinten, in dem vier Leute Platz hatten, direkt über dem Motor und einer Lüftung, die in einem ohrenbetäubenden Geräusch lief. Die Betten sind auch eher für kleine Asiaten als für große Europäer gebaut. Long story short: es war nicht die beste Nacht die wir hatten. Oder wie Peter es ausdrückte: „Es war dir schrecklichste Busfahrt auf der bisherigen Reise.“

Im Hotel angekommen teilte man uns mit, dass das Hotel ausgebucht sei und ob es in Ordnung sei, wenn wir in das Hotel gegenüber gehen würden. Ich checkte schnell bei Booking die Bewertung und wir sagten zu. Eine gute Wahl. Was ein schickes Hotel! Nachdem wir bislang kaum Upgrades bekommen haben, war dieses Hotel wirklich das beste seit langem. Als Backpacker fühlt man sich in solch noblen Hotels meist allerdings etwas fehl am Platz. Leider konnten wir nicht direkt Einchecken und so suchten wir uns etwas zum Frühstücken. 

Die Lobby unseres Hotels
Unser Zimmer

Vientiane hat sehr starke französische Einflüsse und so sind auch die Restaurants französisch geprägt. Wir fanden ein französisches Café und hatten wirklich sehr leckeres Baguette zum Frühstück. Im Anschluss liefen wir einige Tempel ab. 

Mittags checkten wir in unser Hotel ein und machten erst einmal Mittagsschlaf. Nach dem Mittagessen erkundeten wir noch ein wenig die Stadt und liefen zum Patuxai, einem Triumphbogen, der am Ende der Prachtstraße steht. Für 30 Cent konnte man dort auch hochgehen und hatte ein bisschen Aussicht über die Stadt. 

Eine Stupa aus Porzellan
An dieser Stupa sind wir auf dem Rückweg vorbei gelaufen

Am Abend schlenderten wir ein wenig über den riesigen Nachtmarkt, bevor wir in einer Straßenküche zu Abend aßen. Als wir gerade unser Essen bekamen, fing es an aus Eimern zu regnen. Es dauerte nicht lang und die Straßen standen unter Wasser. Es half nichts. Wir mussten durch diesen Regen in unser 5 Minuten entferntes Hotel. Während wir zurück liefen blitzte es und die Stadt war dunkel. Stromausfall. Angekommen am Hotel waren wir klatschnass, aber unser Hotel hatte als einziges Gebäude Strom. Das ist wohl der Vorteil an teuren Hotels. Als wir aus dem Fenster blickten sah die Stadt so dunkel wirklich gruselig aus. 

Der nächste Morgen startete mit einem fantastischen Frühstück. Es gab wirklich alles, was man sich so wünscht. Vor allem aber war das Baguette wieder so lecker!

Nachdem wir ausgecheckt hatten wollten wir unseren Rundgang durch Vientiane fortsetzen. Erster Stopp war ein Tempel mit sehr vielen Buddhafiguren. Weiter ging es in den nächsten Tempel, in dem wir Stäbe schüttelten bis einer raus fiel und man einen Zettel entsprechend der Nummer auf dem Stab nehmen konnte. Was auf dem Zettel stand konnten wir leider nicht lesen, da dieser nur auf laotisch war. 

Dieser Tempel wird noch aktiv genutzt
Hier haben wir einen Stab rausgeschüttelt

Unser nächstes Ziel war etwas weiter weg, sodass wir uns ein Tuk Tuk nahmen. Wir fuhren zum Pha That Luang, dem Nationalsymbol von Laos und ein bedeutendes religiöses Monument. Dieser goldene Tempel war zwar sehr schön anzusehen, aber nach einer kurzen Runde waren wir auch schon durch. 

Ein letztes leckeres Essen

Wir fuhren zurück ins Zentrum und hatten dort ein leckeres Essen bevor es am Abend zum nächsten Nachtbus ging.