4000 Islands

4000 Islands

21. August 2019 0 Von Alex

Unser Morgen startete Mal wieder sehr früh, denn bereits zwischen 7 und 8 Uhr sollten wir am Hotel abgeholt werden. Der Morgen begann nicht gerade gut, da es kein Wasser gab. So fiel das duschen und jegliches waschen aus. Mit dem Tuk Tuk fuhren wir zum Busunternehmen. Dort erklärte man uns im Schnelldurchlauf den Tagesablauf und was wir zu tun hatten . Das konnte ein abenteuerlicher Tag werden.

In 5 Stunden ging es mit einem Minivan und nur einer Pinkelpause in rasantem Tempo zur Grenzstadt Stung Treng. Dort hieß es erst einmal warten. Praktischerweise verkaufte das Busunternehmen auch Mittagessen. Keine gute Idee. Das Essen war das schlechteste, das wir seit Wochen hatten. Nach 1 1/2 Stunden fuhren wir mit einem Bus weiter, der uns zur Grenze brachte. Uns wurden die Einreiseformulare ausgehändigt und nachdem wir die Formulare ausgefüllt hatten passierte erst einmal nichts. Erst nach etwa 10 Minuten sagte der Fahrer, dass wir zum Grenzhäuschen laufen müssten. Wir schulterten unser Gepäck und liefen in brütender Hitze los. Man fängt wirklich sofort an zu schwitzen. 

An der Kambodschanischen Grenze gibt man seinen Pass ab und muss für den Ausreisestempel dann 2$ zahlen. Mit unserem Gepäck liefen wir zur Laotischen Grenze, zahlten zusätzlich zur Visa Gebühr 1$ und gaben den Antrag auf das Visum ab. Nachdem dies bearbeitet wurde, zahlte man 2$ um den Pass wieder ausgehändigt zu bekommen. Sehr suspekt diese Zahlungen und sicher auch nicht ganz richtig, aber eine Diskussion sollte man nicht anfangen. Zwei Französinnen versuchten es, stellten aber schnell fest, dass sie ansonsten nicht ihren Pass wiederbekommen würden.

Nachdem die Formalitäten für alle erledigt waren, erwartete uns bereits ein Fahrer. Wir steigen auf einen Pick up. Zu uns kam noch eine weitere: ihr eigentlicher Bus war schon weg. Besser irgendwo hinfahren als verlassen an einer Grenze zu stehen. Mit dem Pickup fuhren wir durch die laotische Landschaft. Noch ein kurzer Halt am Geldautomaten bevor es zum Hafen ging. Hier diskutierten wir kurz über die Abfahrtszeit des Boots, wurden dann aber schließlich über den Mekong zu unserem eigentlichen Ziel gefahren: der Insel Don Det.

Nach über 10 Stunden kamen wir in unserem sehr schönen Guesthouse an, das direkt am Mekong gelegen war. Am Abend trafen wir uns noch mit Clem, die wir von unserem Yoga Retreat kennen, zum Essen und was trinken. 

Unser Zimmer mit Blick auf den Mekong

Den nächsten Morgen liehen wir uns zu dritt Fahrräder und fuhren über die doch recht kleine Insel. Hier gibt es kaum Autos, viele Motorräder und Fahrräder. Die „Straßen“ sind nicht besonders gut und mit vielen Schlaglöchern durchzogen, die mit Regenwasser gut gefüllt waren. Das Fahrrad fahren war also recht abenteuerlich. Die Landschaft dafür traumhaft. Erst ging es am Mekong entlang und dann an Reisfeldern vorbei. So schön. 

Überall Reisfelder
Und überall Pfützen

Über eine Brücke fuhren wir zur Nachbarinsel Don Khon und wollten die Delfine sehen. Im Mekong leben 3 verbleibende Irrawaddy Delfine. Laut Lonley Planet ist es so gut wie garantiert die Delfine zu sehen. Ob das bei unserem Tierglück auf der Reise auch gelten würde? Wir mieteten ein Boot und wurden über den Mekong gefahren. Allein das war schon ein ziemliches Erlebnis! Wir fuhren zu einer kleinen Insel, bei der wir ausstiegen. Schon zeigte der Bootsführer nach hinten und ich sah den ersten Delfin! Wie toll! Tatsächlich sahen wir alle drei Delfine, wie sie immer wieder mal auftauchten. 

Mit diesem Boot ging es über den Mekong
Dahinten ist ein Delfin zu sehen

Zurück an Land gönnten wir uns zunächst einen Drink bevor es zu den Wasserfällen Tad Somphamit und Li Phi weiterging. Seit langem waren dies die beeindruckendsten Wasserfälle. Da gerade Regenzeit ist, führt der Mekong sehr viel Wasser und dementsprechend sehen auch die Wasserfälle aus. Dies erinnerte uns an die Iguazúwasserfälle in Südamerika. 

Peter wandert durch den Fluss
Riesige Wasserfälle
Peter am Strand. Hier kann man auch baden
Einfach mal abhängen

Am Abend schauten wir uns den Sonnenuntergang an, der leider etwas wolkenverhangen war. Es dauerte nicht lang und es fing an zu stürmen und zu regnen. In einer Regenpause schafften wir es in ein Restaurant zum Abendessen, aber auch dort fing es wieder an aus Eimern zu schütten. Es half nichts, wir mussten durch den Regen nach Hause. Der Weg glich mittlerweile einem Bach und manchmal traten wir knöcheltief ins Wasser. Klatschnass kamen wir im Guesthouse an und nahmen erst einmal eine Dusche. 

In Don Det kann man tolle Sonnenuntergänge sehen
Dieser Regen kam auf uns zu

Der nächste Morgen startete nicht viel besser. Es regnete. Wir beschlossen dennoch Fahrräder zu mieten und hofften, dass bald die Sonne rauskommen würde. Direkt nachdem wir die Räder geliehen hatten, fing es richtig an zu schütten. Wir warteten und fuhren dann los. Der Weg war aber wirklich sehr schlammig und als wir fast an der unteren Seite der Insel ankamen hatte Peter einen Platten. Wir beschlossen noch auf die andere Seite zu „fahren“ und dort zu Mittag zu essen. Kurz danach hörte es tatsächlich auf zu regnen, der Ausflug zu den Wasserfällen hatte mit dem Platten aber keinen Sinn. Daher fuhren bzw. schiebten wir zurück zu unserem Guesthouse. 

Nach einem Frühstück am nächsten Tag traten wir die lange Weiterreise nach Vientiane an.