Hawaii – Oahu

Hawaii – Oahu

23. Juni 2019 0 Von Alex

Mit einem Nachtflug über Dallas kamen wir am 21. Januar auf Hawaii an. Da wir eine bescheidene Fluggesellschaft hatten, bei der man Sitzplätze nicht auswählen konnte, saßen wir leider so, dass wir nicht aus dem Fenster schauen konnten und so auch gar nicht wussten, was auf uns zukommt. Aufgeregt kamen wir also in Honolulu an. Honolulu ist sicherlich einigen ein Begriff. Weniger bekannt ist die dazugehörige Insel: Oahu. Dies war die erste Insel in der Hawaiigruppe, die wir für eine Woche besuchen wollten. Ein bisschen enttäuscht waren wir ja schon, dass wir nicht mit einer Blumenkette begrüßt wurden. Dieses Privileg kam nur den Business Class Fliegern zu.

Nachdem wir unser Gepäck hatten, holten wir unseren Mietwagen ab. Wir entschieden uns, wie schon bei unserer letzten USA-Reise für einen Toyota Corolla. Damit düsten wir über den riesigen Highway raus aus Honolulu. Wir hatten ein Airbnb in der nächsten Bucht gebucht, genauer gesagt in Ewa Beach. Unser Airbnb Vermieter hatte schon angekündigt, dass er nicht dort sein wird, wenn wir ankommen, hatte aber eine detaillierte Beschreibung geschickt. Aus Südamerika kommend waren wir zunächst überrascht, dass niemand da war, die Tür aber dennoch offen war. Willkommen auf Hawaii. Da muss man keine Angst haben, dass jemand vorbeikommt und einen ausraubt. Dank der genauen Beschreibung fanden wir auch unser Zimmer. Einfach gehalten, aber vollkommen ausreichend. Das absolute Highlight realisierten wir aber erst bei der Ankunft: das Haus lag direkt am Meer. Von unserem Zimmer aus hörten wir das Rauschen des Meeres und vor der Veranda war auch schon der Strand. Wir waren so überrascht und voller Glücksgefühle, dass wir dieses Airbnb einfach nur feierten! Beim Buchen war weder Peter noch mir aufgefallen, dass das Haus direkt am Strand liegt. Glücklich gingen wir erst einmal direkt an den Strand. Von hier aus konnte man auch auf Honolulu schauen.

Dann trieb uns der Hunger aber doch wieder in die Zivilisation. Wie von Peter gewünscht, waren wir beim Panda Express. Peter liebt diese asiatische Fast Food Kette. Die restliche Zeit auf Hawaii wollten wir uns aber selbst versorgen, weshalb wir anschließend einkaufen gingen. Ich liebe ja amerikanische Supermärkte. Sie sind so groß und es gibt einfach alles. Und zwar nicht in kleinen Packungen, sondern in riesigen. Insbesondere nach 3 ½ Monaten Südamerika, wo es eigentlich nur kleine Geschäfte gibt, ein echtes Erlebnis. Die Preise haben uns aber auch umgehauen. Naja, kein Wunder bei so vielen Kilometern, die man vom nächsten Festland entfernt ist.

Da wir dieses Einkaufserlebnis ziemlich in die Länge gezogen hatten, hatten wir schon den Sonnenuntergang verpasst und konnten nur noch das sehen, was aber auch sehr schön war:

Am nächsten Morgen standen wir zum Sonnenaufgang auf. Wie toll es ist, wenn man nur aufstehen muss und direkt den Sonnenaufgang anschauen kann. Vom Bett an den Strand fallen. Herrlich. Anschließend frühstückten wir mit Blick auf das Meer. Gibt es etwas schöneres?

Da wir noch gar nicht richtig geplant hatten, was wir machen wollten, fuhren wir erst einmal los und wollten zu einem Strand. Nicht weit von unserem Airbnb sollte es mehrere Lagunen geben. Dort angekommen waren wir baff. Ein toller Strand mit Palmen, feinem Sand und ganz ruhigem Meer. Dort ließen wir uns nieder und genossen die Sonne. Später wanderten wir auch noch die anderen Lagunen ab und kamen zu dem Schluss, dass die erste Lagune tatsächlich die schönste war. Bei zwei der vier Lagunen gab es nämlich Resorts, die den halben Strand einnehmen und entsprechend voll waren. Die Lagunen sind aber dennoch öffentlich zugänglich. Ein hawaiianisches Gesetz besagt, dass Strände immer öffentlich zugänglich sein müssen. Auch eine der hawaiianischen Inseln, die von einem Privatmann gekauft wurde, ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Man kann dort an den Strand. Wie ich finde, eine sehr schöne Regelung.

Allerdings passierte in diesen Lagunen auch etwas Schockierendes. Als wir gerade schwimmen waren, bemerkten wir, dass sich am Strand eine kleine Menschenmenge gebildet hatte. Eine junge Frau lag leblos am Strand. Zwei der Umstehenden hatten bereits mit einer Herzmassage begonnen. Es dauerte nur wenige Minuten und wir hörten schon den Notarzt. Gleichzeitig kam ein weiterer Sanitäter mit einem Jetski. In diesem Moment dachten wir daran, dass wir in Südamerika sehr oft sehr weit von allem entfernt waren und es dort vermutlich keine Rettung gegeben hätte. Nachdem auch der Notarzt sehr lange eine Herzmassage gemacht hatte, wurde die Frau schließlich ins Krankenhaus gebracht. Ob sie es geschafft hat, wissen wir aber nicht…

Am Nachmittag fuhren wir die Westküste ein Stück hoch und schauten uns einen wolkenverhangenen Sonnenuntergang an.

Auf der anderen Seite sah es übrigens so aus:

Nach einem wieder wunderschönen Sonnenaufgang, stand eine kleine Wanderung an: der Manoa Falls Trail. Man fährt ein Stück ins Innere der Insel und schon ist man im Dschungel. Nach ein paar Metern wandern hatte man das Gefühl, man ist mitten im Jurassic Park. Es war einfach der Wahnsinn. Der Weg selbst war nicht besonders anspruchsvoll, dafür aber sehr rutschig. Wir waren froh, dass wir unsere Wanderschuhe an hatten, da die uns doch ein wenig Halt gaben. Und der Weg hatte sich gelohnt. An diesem Wasserfall war das Ziel der Wanderung:

Auf dem Weg waren ziemlich viele Leute unterwegs. Etwas zu viele für unseren Geschmack. Unten wieder angekommen entdeckten wir, dass es noch eine Art botanischen Garten gab. Wir informierten uns auf der Karte und beschlossen zu einem Wasserfall zu laufen. Und mal ganz ehrlich: der Wasserfall war zwar nicht spektakulär, aber diese Landschaft! Schaut doch einfach mal selbst:

Abends fuhren wir nach Waikiki um den Sonnenuntergang zu sehen. Der Sonnenuntergang war sehr schön, aber es waren sehr viele Leute dort. Auch die Hochhausatmosphäre fanden wir nicht so schön. Da waren wir doch froh, dass wir unser ruhiges Airbnb hatten.

Am nächsten Morgen machten wir wohl was? Ja, den Sonnenaufgang anschauen. Damit werde ich euch jetzt auch nicht länger nerven. Wir schauten ihn uns nämlich jeden Tag an und jeden Tag war er wunderschön und dank der Wolken immer ein wenig anders. Nach dem Frühstück machten wir uns auf um die Insel zu erkunden. Der erste Stopp war der Pali Lookout. Dieser liegt auf dem Pass, der den Osten und den Westen der Insel verbindet und früher nur sehr schwer zu überqueren war. Oahu ist in der Mitte von riesigen Bergen durchzogen durch die mittlerweile drei Tunnel führen. Dort hatte man einen tollen Blick auf die Ostküste, die wir an diesem Tag auch von Nahem anschauen wollten.

Und da wir natürlich nicht nur fahren wollten, haben wir zunächst einen kleinen Trail gemacht, den Makapu’u Lighthouse Trail. Der Trail war sehr einfach, da er auf einer asphaltierten Straße entlang ging. In der Sonne aber doch eine kleine Herausforderung. Dafür mit tollen Ausblicken. Neben dem an sich schon super schönen Blick haben wir auch Wale gesehen. Total toll, wenn man einfach vom Ufer diese riesigen Tiere beobachten kann.

Gegen Mittag entdeckten wir unseren Lieblingsstrand: den Waimanalo Beach. Ein langer Strand mit weißem Sand, türkisblauem Wasser und vor allem kaum Menschen. Hiervon konnten wir uns kaum trennen, doch angeblich erwartete uns ja noch ein viel besserer Strand, von dem alle schwärmten.

So kamen wir also am Lanikai Beach an und – waren ziemlich enttäuscht. Ein völlig überfüllter Strand, der zudem noch viel schmaler war. Hier wurden wir nicht richtig mit warm und fuhren dann lieber weiter um noch den Sonnenuntergang anzuschauen.

Spontan entschieden wir zu den Lagunen zu fahren, an denen wir bereits am ersten Tag waren. Auch dort konnten wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang anschauen.

Am nächsten Morgen besuchten wir Pearl Harbor. Vermutlich kennt jeder den Film hierzu und daher auch die Geschichte. Das ganze hier vor Ort zu sehen war ein sehr beklemmendes Gefühl. Ein sehr gut gemachter Film erzählte die Geschichte und die Hintergründe zu dem Angriff auf Pearl Harbor. Im Anschluss an den Film fuhren wir mit dem Boot durch den Hafen zur versunkenen USS Arizona. Leider ist derzeit das Memorial gesperrt. Normalerweise kann man von dort aus hinunter auf die USS Arizona sehen.

Anschließend besuchten wir die USS Missouri. Auf diesem Schiff wurden die Friedensverträge des Pazifikkrieges unterzeichnet. Wir konnten uns fast das gesamte Schiff ansehen und die Dimensionen eines solchen Kriegsschiffes erkennen. Ein insgesamt sehr interessanter Vormittag.

 

Gegen Mittag besuchten wir Chinatown. Ziemlich enttäuschend. Wir liefen ein bisschen hindurch und gingen nach Downtown. Ein bisschen hübscher, aber auch nicht überragend. Wir gönnten uns einen Kaffee bevor es zurück zum Auto ging.

Eigentlich stand eine kleine Wanderung auf dem Plan, aber leider kam uns ein kräftiger Regenschauer dazwischen. Wir entschieden also nach Waikiki zu fahren. Waikiki ist ein Stadtteil von Honolulu und der Ort, wo alle Touristen absteigen. Dementsprechend gibt es auch eine Einkaufsmeile inklusive Restaurants. Der Strand war leergefegt und es regnete noch immer. Wir gingen also Kuchen essen. Der Kuchen war riesig und lecker. Sowas braucht man doch bei schlechtem Wetter.

Gegen Abend hörte es endlich wieder auf zu regnen und wir konnte das Feuerwerk ansehen, das es hier jeden Freitagabend zu sehen gibt.

Am nächsten Tag starteten wir Richtung Norden. Als erstes besuchten wir einen Strand bevor es zum Polynesien Center ging. Dort gab es aber nur ein zweites Frühstück, da uns der Eintritt doch etwas zu happig war. So schauten wir uns das ganze nur von außen an und erfuhren dennoch ein paar interessante Dinge. So z.B. dass auch Neuseeland zu Polynesien gehört. Wir würden also eine ganze Weile in Polynesien verbringen.

Weiter Richtung Norden kamen wir zu einer Bucht, wo das Meer nur so tobte. Hier konnte man ein wenig verweilen und dem Meer und den Wellen zuschauen.

Am Nachmittag kamen wir zu einer Schnorchelbucht. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Pool, in den immer wieder Meerwasser durch die Wellen reinströmt. Im Pool selbst tummeln sich die ganzen Fische. Man geht also rein und sieht direkt Fische.

Zum wolkenverhangenen Sonnenuntergang waren wir an einem Strand mit richtig starken Wellen. Hier konnten wir zwei richtig gute Surfer beim Wellenreiten beobachten.

Am nächsten Morgen besuchten wir die Dole Plantage. Mit Dole verbinde ich in erster Linie Bananen, aber tatsächlich sind es Ananas, die hier wachsen. Zunächst gingen wir in ein Labyrinth, das von oben wie eine große Ananas aussieht. Hier musste man im Labyrinth verschiedene Punkte finden und auf einer Karte einzeichnen, dass man die Punkte gefunden hat.

Anschließend gingen wir in den Garten, von dem wir ehrlich gesagt enttäuscht waren. Mehr begeisterten uns hingegen die Ananaspflanzen, die im Eingangsbereich standen. Das Highlight war allerdings das Dole Ananaseis. Sehr lecker!

Am Nachmittag fuhren wir zu einem Strand, an dem es Schildkröten geben sollte. Leider haben wir nur eine Schildkröte gesehen. Dann näherte sich unser letzter Sonnenuntergang auf Oahu, denn am nächsten Morgen ging schon der Flieger nach Maui.

Oahu hat unser Herz erobert. Eine so abwechslungsreiche Insel! Tolle Strände, Regenwald, Wanderwege, eine riesige Stadt. Egal was man will, für jeden ist etwas dabei! Und diese Sonnenuntergänge! Die perfekten und beeindruckendsten Sonnenuntergänge auf unserer bisherigen Reise!