Great Barrier Reef

20. Mai 2019 0 Von Alex

Unser letzter Tag in Australien sollte mit einem Highlight enden. Wir hatten eine Tour zum Great Barrier Reef gebucht. Wir packten also alles schnell in unsere Rucksäcke, checkten aus und wurden um kurz nach 7 abgeholt. Wie wir wussten, waren nur noch zwei andere mit auf unserer Tour. Als wir im Hafen ankamen, stellte sich das Team vor, Ben und Chris, die sich um die Steuerung des Segelboots, das Catering (und es gab wirklich viel zu Essen), das Schnorcheln und was wir sonst noch so brauchten, kümmerten. Bereits bei der Ankunft sagten sie uns, dass es sehr windig ist und die Fahrt daher etwas holprig werden könnte. Die anderen beiden Gäste waren auch schon da und ebenfalls Deutsche.

Als wir losfuhren, dachte ich zunächst, dass die Fahrt ja gar nicht so schlimm ist. Nach etwa einer Stunde zeigte Ben auf eine Insel und meinte, dass danach der schlimme Teil kommen würde. Schon bald merkte ich, wie es mir flau im Magen wurde, da halfen auch die Tabletten und Kügelchen nicht. Da wir aber so viel Platz hatten, legte ich mich hin und es ging schon viel besser. Von der Fahrt und der Umgebung hab ich so allerdings nicht so viel mitbekommen.

Als wir unser Ziel erreicht hatten, fing es an in Strömen zu regnen. Wir warteten den Regen ab und das Boot schaukelte ordentlich in den Wellen. Mit einem kleinen Boot fuhren wir zur Green Island. Auf dem Weg wurden wir noch mal richtig nass. Diesmal nicht von oben, sondern von den Wellen. Die Regenjacke war klitschnass als wir dort ankamen. Doch dann hatten wir Glück und der Himmel riss auf und die Sonne strahlte. Wir liefen einmal um die Insel herum und sahen sogar einen Hai direkt am Strand. Wie unheimlich!

Green Island

Dort erkennt man den Schatten des Hais

Anschließend fuhren wir zurück zu unserem Segelboot, wo das vorbereitete  Mittagessen bereits auf uns wartete. Gestärkt ging es ins Meer zum Schnorcheln. Meine Güte, in einem so unruhigen Meer waren wir noch nie. Die Strömung war ziemlich stark und wir mussten ordentlich schwimmen. Die Ernüchterung kam bald. Das Meer war so aufgewirbelt, dass man kaum etwas sah. Und auch das Riff an sich, war nicht so, wie wir es uns versprochen hatten. Vielleicht lag es auch an dem schlechten Wetter, das die Farben einfach nicht zum leuchten brachte. Aber auf Fidschi hatten wir einfach bessere Riffe gehabt. Einziges Highlight war eine riesige Muschel. Eine solche hatten wir bislang noch nicht gesehen.

Peter beim Schnorcheln

Ich verzichtete daher auf den zweiten Schnorchelgang und auch Peter sah dort nichts großartiges neues. Anschließend traten wir die Rückfahrt an. Diesmal war es nicht ganz so schlimm und ich konnte die Fahrt noch genießen. An Essen mangelte es auch nicht, so gab es auf dem Rückweg Früchte, Käse und Wein und zum Abschluss noch Kuchen. Die Sonne zeigte sich aber nicht mehr, stattdessen regnete es.

Es war toll, dass wir nur so wenig Leute waren und so eine tolle Betreuung durch die Crew hatten, aber wir kamen mit einer ziemlichen Enttäuschung zurück. Vom Great Barrier Reef hatten wir einfach mehr erwartet und auch das Wetter hat einfach nicht mitgespielt. In Cairns regnete es noch mehr als auf dem Wasser. So waren wir auch gar nicht traurig, dass wir nach einer Dusche zum Flughafen fuhren und uns von Australien verabschiedeten.