Karibikküste in Kolumbien: Taganga, Tayrona NP und Palomino

Karibikküste in Kolumbien: Taganga, Tayrona NP und Palomino

19. April 2019 0 Von Alex

Taganga

Die Anreise nach Taganga war kurz. Mit dem Taxi ging es von Santa Marta aus dorthin. Taganga ist ein kleines Fischerdorf. Leider war es die erste Januarwoche und ungefähr ganz Kolumbien war auf Reisen, weshalb auch Taganga ziemlich voll war. Dennoch waren wir von unserem ersten Sparziergang durch Taganga begeistert. Alles schien sehr gemütlich zu sein und ich freute mich über die Saftstände, die es alle 10 Meter gab.

Als erstes mussten wir aber ein Boot zum Tayrona Park buchen. Wir fragten also ein bisschen rum und verglichen, was es gab. Das gute war schon mal, dass man uns versicherte, dass man auf jeden Fall ein Ticket bekommt, wenn man mit dem Boot ankommt. Schließlich hatten wir einen Tag vorher kein Ticket am Haupteingang bekommen. Wir entschieden uns, nur ein Boot für die Hinfahrt zu buchen und zurück mit dem Bus zu fahren, was den Vorteil hatte, dass wir flexibler waren und auch den ganzen Park sehen konnten, da wir von der einen Seite zur anderen wandern konnten und nicht den weg hin und zurück laufen mussten.

Am Nachmittag wollten wir dann an den Strand. Da der Stadtstrand nicht sehr einladend und auch recht voll war, entschieden wir uns einen kleinen Spaziergang zur Playa Grande zu machen. Als wir oben auf dem Berg ankamen und zur Bucht runter schauten, entschieden wir kurzerhand doch nicht dorthin zu gehen. Es waren so viele Menschen in der Bucht, sowohl im Wasser als auch am Strand, dass wir uns wohl einen Platz hätten erkämpfen müssen. Man kann den Strand nämlich nicht nur über den kurzen Fußweg erreichen, sondern die Leute werden dorthin auch per Boot von Taganga und Santa Marta gekarrt. Wir gingen also zu einer Bucht, die wir schon auf dem Weg gesehen hatten. Es handelte sich dabei um eine Fischerbucht. Der Strand war zwar nicht super schön, aber das Wasser glasklar und es waren nur wenige Leute dort.

Die Bucht von Taganga

Die völlig überfüllte Bucht

Zurück in Taganga gönnten wir uns einen frischen Saft und schauten uns dabei den Sonnenuntergang an.

Im Hostel angekommen bezogen wir unser Zimmer und es war wirklich riesig und sehr schön eingerichtet. Dort fühlten wir uns sofort wohl.

Abends gingen wir in ein sehr schönes Restaurant, das wir bei Tripadvisor gefunden hatten. Das Restaurant lag nicht inmitten der Touri-Zone, sondern etwas abseits am Ortsrand. Aber der Weg hatte sich gelohnt. So lecker hatten wir schon lange nicht mehr gegessen.

Tayrona National Park

Am nächsten Morgen ging es dann endlich in den Tayrona Park. Das Boot legte ab und wir hatten zunächst eine nette Bootsfahrt – bis wir die Bucht verlassen hatten und auf dem offenen Meer waren. Eigentlich hatte ich es mir sehr schön vorgestellt, mit dem Boot am Tayrona Park vorbei zu fahren. Dem war nicht so. Das Boot sprang auf und ab. Immer wieder kam Wasser in das Boot gespritzt, bis wir schließlich komplett nass waren. Das Wasser spritze mir auch in die Augen. An Augen reiben war aber nicht zu denken. Ich klammerte mich lieber fest. Vielleicht war es auch besser, dass ich ab diesem Moment meine Augen nicht mehr aufgemacht habe. Peter berichtete mir nämlich von riesigen Wellen. Ich dachte, dass wir vielleicht kentern würden. Dann wäre unser Leben wohl ziemlich schnell vorbei gewesen, denn an den scharfen Klippen hätte man wohl nicht vorbei schwimmen können. Dann dachte ich mir aber, die machen das ja nicht zum ersten Mal und wollen bestimmt auch noch weiter leben. Zwischendrin konnten wir aber mal kurz durchatmen, da nachgetankt werden musste. Das Boot wackelte zwar, aber irgendwie fühlte man sich ein wenig besser.

Erstaunlicherweise kamen wir tatsächlich am Strand an. Das aus dem Boot Steigen war dann noch mal aufregend, da die Wellen das aussteigen inklusive Rucksack nicht gerade leicht machten. Wir kauften unproblematisch unsere Eintrittskarten und erholten uns erst einmal von dieser Bootsfahrt am Strand. Und was für ein Strand das war! Traumhaft und nahezu menschenleer. Hier chillten wir erst einmal ein bisschen und gingen baden.

Danach wanderten wir zum nächsten Strand, der genauso schön war. Anschließend ging es zurück und weiter zur Cabo San Juan. Ein wahres Postkartenmotiv. Trotz des wirklich sehr vollen Strandes (hier war ein Campingplatz, weshalb auch schon sehr früh, sehr viele Menschen dort waren) waren wir bereits jetzt vom Tayrona Park begeistert.

Jetzt ging es in den Dschungel. Wirklich beeindruckend, was es alles zu sehen gab. Nach einem kurzen Weg kamen wir am nächsten Strand an, an dem wir natürlich auch badeten.

Und so wanderten wir den restlichen Weg zum Haupteingang des Parks, der immer wieder tolle Aussichten bot.

Mit dem Bus und Taxi fuhren wir dann am Spätnachmittag zurück nach Taganga.

Palomino

Am nächsten Tag fuhren wir die gleiche Strecke noch einmal zurück und ein Stück weiter. Uns hatte die letzten Tage ein wenig ein Plan gefehlt, wie unsere Reise weiter gehen soll. Als wir aber zum Tubing in Palomino waren, hatte uns der Ort direkt so gefallen, dass wir kurzerhand dort eine Unterkunft gebucht hatten. Vier Stunden fuhren wir mit dem Bus nach Palomino. In Palomino angekommen mussten wir zunächst unsere Unterkunft suchen. Es handelte sich um ein privates Haus, die zwei Zimmer vermieteten. Unser Zimmer war offen gestanden nicht das Beste. Es war so klein, dass wir kaum unsere Rucksäcke verstauen konnten, es gab kein Fenster und den ganzen Tag und die ganze Nacht musste eine Lüftung laufen. Aber gut, wir hatten ja nicht vor unsere Zeit hier zu verbringen, sondern wollte viel mehr an den Strand gehen. Das taten wir dann auch die nächsten Tage. Und ja, was gibt es da zu berichten? Nichts. Wir entspannten einfach ein paar Tage, aßen lecker und genießten die Ruhe bevor es dann mit dem Flieger weiter nach Medellín ging.

Letztes Mittagessen am (Strand) Flughafen