Punta Arenas

Punta Arenas

12. Dezember 2018 0 Von Peter

Nach der kurzen Nacht im legendärem Erratic Rock machten wir uns zum Busterminal auf, um das letzte Stück zum südlichsten Punkt unserer Weltreise anzutreten. Die Landschaft wurde noch karger und vom Wind gezeichnet, die Bäume hatten teilweise nur Zweige auf der vom Wind abgewandten Seite. Nach der kurzen Fahrt kamen wir in Punta Arenas an, wo wir einen Nachmittag hatten, um die Stadt zu erkunden. Sowas macht ja manchmal sogar mehr Spaß als sich tagelang rumzutreiben. Und wir hatten ja noch Gabriela, die nette Gastgeberin unseres Hostels, die uns eine kleine Highlight Route an die Hand gab.

Wir entschieden uns also einfach ihren Empfehlungen zu folgen, aber zunächst noch einen Abstecher ans Meer zu machen. Wir freuten uns, endlich mal wieder am Meer zu sein, auch wenn es natürlich keine Badetemperaturen hatte. Der Wind blies und die Sonne schien. Es war herrlich.

Anschließend ging es zum Friedhof, der ähnlich dem in Buenos Aires, auch viele sehr extravagante Grabmäler hatte. Punta Arenas war einmal sehr reich und ist immer noch sehr passabel anzusehen. Insgesamt war der Friedhof aber doch etwas „aufgeräumter“ und mit grün angelegt. Dies gefiel uns schon mal ganz gut.

 

Durch die Parkanlagen ging es Richtung Innenstadt, wo ein kulinarischer Höhepunkt auf uns wartete. Eine sehr gute Chocolateria, die uns fantastischen Kuchen und leckere Heißgetränke servierte. Das brauchte man auch ein wenig, wirklich warm ist es nicht in der südlichsten Großstadt der Welt.

Anschließend wanderten wir auf einen Hügel, von dem man die Stadt von oben sehen konnte. In der Lage und Buntheit erinnerte es mich ein wenig an San Francisco. Zur Sonne kam ein wenig Regen hinzu, sodass ein Regenbogen über der Stadt entstand.

Gegen Abend gingen wir Richtung Hafen. Zufällig liefen wir beim Ferrari Treffen von Patagonien vorbei. Nachdem die Sonne fast verschwunden war, wurde es doch sehr schnell kalt, sodass wir zum Abendessen in eines der zahlreichen sehr guten Meeresfrüchterestaurants einkehrten. Punta Arenas ist vor allem für King Crabs bekannt. Wir bestellten also Crabcake, der wirklich eine Wucht war.

Obwohl viele Leute die Stadt nicht toll finden, hatten wir einen wirklich schönen Tag und mochten die einzelnen Aspekte doch sehr.

Am nächsten Morgen hieß es dann aufbrechen und Patagonien Goodbye sagen. Es waren wirklich drei sehr aufregende Wochen. Die Landschaft und die Natur waren wirklich einmalig. Die Reise musste aber weiter gehen, und vom südlichsten Punkt gibt es nur eine sinnvolle Richtung: nach Norden nach Santiago de Chile! Norden bedeutet auf der Südhalbkugel auch gleichzeitig, dass es wärmer wird. Voller Vorfreude starteten wir bei Regen und kalten Temperaturen Richtung Flughafen.